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30.06.05

a letter to the editor has just reached us - well, not a letter to me, but to one of the biggest swiss newspapers, namely the tagesanzeiger.

roughly translated:

"Many computer scientist are delinquents; for instance they have committed some sexual crime or a murdered members of their own family. In my opinion something in their brain has gone out of control. As we all know they use cocaïne. This stirs their imagination so they can code more efficiently and creatively. When such people who have access to anything in the world of the internet they loose control over fantasy and reality one fine day. I am convinced that we need an authority to control computer scientist and to eliminate suspects at an early stage."
Karl Notter, Wallisellen

yeah. this guy is quite right. i should even say we put all computer scientist into jail, this will make our world a whole lot more secure. and easier, too.

25.06.05

lieben - verlieben
laufen - verlaufen
sehen - versehen

die vorsilbe deutet einen irrtum an. es ist so einfach. laufen hat nicht viel mit verlaufen zu tun, sehen nicht viel mit versehen, und lieben nicht viel mit verlieben. doch irgendwie ist der zusammenhang zwischen lieben und verlieben stärker. wie manche liebesgeschichte hat mit verliebtsein begonnen?

oder ist es nur, dass ich gerne hätte, der zusammenhang wäre stärker?

ich liebe gern, ich verliebe mich gern. ich fürchte, ich habe mich wieder mal verliebt, ich muss meinen irrtum bereinigen. shit happens. jeder fällt mal auf die nase. das gehört zum leben. tja...

24.06.05

verdammt. ich kann nicht aufhören, an sie zu denken. vielleicht kann ich sie vergessen, wenn ich meinen grauen zellen etwas auf die sprünge helfe? alkohol ist doch ein toller freund!

doch bevor ich ganz weggetreten bin, muss ich noch einige gedanken niederschreiben.

seit sonntag träume ich davon, dass die prüfungen vorbei sind. seit sonntag lebe ich auf diesen heutigen tag hin. seit sonntag träume ich davon, wie es ist, ein rendezvous mit ihr zu haben. seit sonntag ist es mein lebenszweck.

ich dachte mir, ich will sie nicht stressen. sie soll ihre zeit haben. wenn die prüfungen wichtig sind, dann sollte ich das ernstnehmen und respektieren. darum habe ich sie auch seit dem sonntag weder kontaktiert noch versucht, sie "zufällig" zu treffen, damit sie nicht abgelenkt ist.

und nun? was hab ich?
genau nichts.

sie hat auf die einladung zu einem rendezvous nicht mal reagiert!! man stelle sich das vor! kein "nein", kein "später", kein "vielleicht". nichts. und genau das ist das schlimmste. ich weiss nicht, ob sie sich nur nicht traut "nein" zu sagen, weil sie mich nicht verletzen will. oder ob ihr wirklich die prüfungen wichtiger sind, und sie einfach nicht abgelenkt sein möchte.

ach, ich bin so ein idiot. ein hoffnungsloser romantiker. ich sehe einfach nicht ein, dass es nichts gibt, dass sie nichts von mir will. solange es auch nur einen hauch der hoffnung gibt, solange kralle ich mich daran.

nun, meine herzdame, falls du das tatsächlich wider erwarten doch lesen solltest, dann möchte ich dir vorallem eines sagen: ich glaube nicht mehr daran, dass du dich tatsächlich meldest. aber ich kann auch nicht wirklich warten, um es herauszufinden. die ungewissheit ist das schlimmste, es nimmt mich auseinander wie ein profiboxer einen schuljungen. ich werde es wahrscheinlich nicht schaffen, ein wochenende zu warten. ich könnte warten, wenn ich mich permanent besaufen könnte - aber das geht auch nicht, weil meine schwester geburtstag hat, und da will ich nicht besoffen auftauchen.

eigentlich wollte ich dich heute abend schon kontaktieren. aber ich werde es bleiben lassen. eine letzte chance sollte man immer geben. vielleicht kommt ja noch etwas dieses wochenende.

ich hasse die verdammte hoffnung. aber wer es auch immer gesagt hat, hatte recht: "die hoffnung stirbt zuletzt." wo ist nur mein bier...

23.06.05

eine ungefähre wiedergabe des examens bei unserem allseits geschätzten professor reiner wolff. vergleiche auch die webseite dazu.

ach, übrigens... wenn du diesen blogeintrag gefunden hast, so ist es wahrscheinlich, dass auch andere das gefunden haben. und unter diesen anderen personen kann durchaus professor wolff oder einer seiner assistenten sein. nur so als vorwarnung.

  1. Die Nutzenfunktion der Konsumenten A und B bezüglich zweier Güter lauten UA = min { x1A, x2A } und UB = min { 2x1B, 2x2B }. Konstruieren Sie sorgfältig mittels eines Edgeworth-Boxdiagramms zur Austattung Ω1 = 5 und Ω2 = 4 die Menge aller Pareto-effizienten Allokationen der Güter auf die beiden Konsumenten.
    (5 Punkte)

  2. Die Nachfrage auf einem Monopolmarkt wird durch X = 12 - p beschrieben. Der Monopolist hat die Kostenfunktion C = 4y. Berechnen sie die Angebotsmenge des Monopolisten und den Marktpreis nach Cournot.
    (5 Punkte)

  3. (multiple choice mit vier alternativen, die ich nicht geschnallt habe)
    (1 Punkt)

  4. In einem Duopolmarkt setzt der erste Duopolist den gewinnmaximierenden Preis p1* = 1 + 1/2p2e. Der zweite Duopolist hat die Preisfunktion (?)
    y2 = 8 + 2p1-p2 und die Kostenfunktion C2 = 2. Berechnen Sie die Duopollösung nach Laundhardt/Hotelling. (sinngemäss)
    (6 Punkte)

  5. Beantworten Sie die folgenden Fragen mit "JA" oder "NEIN". Eine falsche Antwort gibt einen Punkt Abzug!
    1. (hat nicht mehr fürs auswendig merken gereicht)
    2. Ein wirksamer Minimalpreis ist niedriger als der Gleichgewichtspreis am Markt.
    3. In einem homogenen Duopolmarkt nach Stackelberg ist der effektive Preis p2 höher als der vom Marktführer geschätzte Preis p2e. (sinngemäss)
    (3 Punkte)

Gesamt-Punktzahl: 20
Dauer: 60 Minuten

20.06.05

wo soll ich denn nur anfangen. nicht gleich mit der türe ins haus fallen, habe ich mir vorgenommen.

nun, ich wollte ursprünglich ganz gemütlich mal ein bisschen abtasten. etwas schnuppern, kennenlernen, schauen ob das was werden könnte. und nix überstürzen.

doch dazu kam es nicht. irgendwie war die offenheit einer distanzierten kühlheit gewichen. ich sagte zu mir, das hat doch nichts zu bedeuten, das kann es geben. das wird sich schon wieder ändern. nur die ruhe bewahren und in nichts hineinsteigern. du kennst sie ja kaum.

aber das gute zureden half nichts. der gedanke an ein mögliches wiedersehen (mehr oder weniger zufällig in der uni) versetzte mich in aufregung und trieb meinen puls in die höhe.

so charmant
so witzig
so ein hübsches gesicht
diese haare!!

und doch kennst ich sie ja kaum!

wer ist sie denn? was mag sie? kann es klappen? ist sie nicht viel zu ... wirtschaftlich? viel zu streng? hat das zukunft, wenn sie jetzt schon lieber auf die examen lernt, anstatt mit mir auszugehen? und was denkt sie über mich? will ich mich wieder auf ein abenteuer mit ungewissen ausgang einlassen?

leben.
was macht das leben denn aus?
cogito ergo sum?
wenn ich nicht fühle, dass ich lebe, dann lebe ich nicht mehr!

was ich mache, das mache ich zumeist intensiv. wenn ich liebe, dann liebe ich mit meiner ganzen energie. dummerweise kann das das auch zuviel sein. doch es ist das fühlen und die erfahrung, die zählen. für meine liebe würde ich noch sovieles in den sand setzen. examen kann ich auch später nochmals machen. misslungene prüfungen sind nicht der tod. eine zerbrochene liebschaft ist wie hundert tode. eine neu begonnene liebe ist mehr als tausend neue leben.

ist es weise, so zu reden?

es ist die einzige weisheit, die ich momentan habe.

6.06.05

es ist wieder mal zeit für einen blog-eintrag. die regelmässigkeit meiner gefühlsunregelmässigkeiten sind schon fast beängstigend.

nun, ich habe diese tage zur abwechslung mal mein eigenes blog gelesen, und festgestellt, dass es mir eigentlich immer schlecht geht. immer kummer mit frauen, immer stress, immer unglücklich - müsste man zumidest meinen, wenn das blog so liest.

tatsächlich habe ich keinen blogeintrag, in dem ich mal himmelhoch jauchze, anstelle immer zu tode betrübt zu sein. die erklärung könnte nicht simpler sein: wenn es mir gut geht, dann habe ich kein bedürfniss, mir die seele vom leib zu schreiben.

wenn es mir gut geht, bin ich draussen, geniesse die sonne, die vöglein die zwitschern, bin aktiv, mal hier, mal da. die kontemplativen minuten sind dünn gestreut, wenn die glückshormone fliessen.

doch lastet wieder mal der kummer auf meinen schultern, drückt der schuh und ist mir was über die leber gekrochen, so krieche auch ich, am liebsten vor den computer, und beschäftige mich künstlich. hier surfen, da lesen, filmchen glotzen, news lesen. oberflächlichkeiten halt. doch auch wenn die oberfläche beschäftigt scheint, in den innereien rumort und gährt es, bis ich wieder lebensmut gefasst habe.

und zwischendurch entstehen blasen, die an die oberfläche des internets durchdringen, um sich dann hier ins blog zu ergiessen.

der langen rede kurzer sinn: es wäre wieder mal zeit für eine philosophische kummerstunde über die liebe, über die frauen, und über den sinn des lebens. doch irgendwie ist mir ob dem kummer die philosophie abhanden gekommen, wie anderen leuten stock oder hut.

sie liebt mich, sie liebt mich nicht. oder wie ging das spiel mit den blütenblättern? wenn's doch nur so einfach wär!