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6.06.05

es ist wieder mal zeit für einen blog-eintrag. die regelmässigkeit meiner gefühlsunregelmässigkeiten sind schon fast beängstigend.

nun, ich habe diese tage zur abwechslung mal mein eigenes blog gelesen, und festgestellt, dass es mir eigentlich immer schlecht geht. immer kummer mit frauen, immer stress, immer unglücklich - müsste man zumidest meinen, wenn das blog so liest.

tatsächlich habe ich keinen blogeintrag, in dem ich mal himmelhoch jauchze, anstelle immer zu tode betrübt zu sein. die erklärung könnte nicht simpler sein: wenn es mir gut geht, dann habe ich kein bedürfniss, mir die seele vom leib zu schreiben.

wenn es mir gut geht, bin ich draussen, geniesse die sonne, die vöglein die zwitschern, bin aktiv, mal hier, mal da. die kontemplativen minuten sind dünn gestreut, wenn die glückshormone fliessen.

doch lastet wieder mal der kummer auf meinen schultern, drückt der schuh und ist mir was über die leber gekrochen, so krieche auch ich, am liebsten vor den computer, und beschäftige mich künstlich. hier surfen, da lesen, filmchen glotzen, news lesen. oberflächlichkeiten halt. doch auch wenn die oberfläche beschäftigt scheint, in den innereien rumort und gährt es, bis ich wieder lebensmut gefasst habe.

und zwischendurch entstehen blasen, die an die oberfläche des internets durchdringen, um sich dann hier ins blog zu ergiessen.

der langen rede kurzer sinn: es wäre wieder mal zeit für eine philosophische kummerstunde über die liebe, über die frauen, und über den sinn des lebens. doch irgendwie ist mir ob dem kummer die philosophie abhanden gekommen, wie anderen leuten stock oder hut.

sie liebt mich, sie liebt mich nicht. oder wie ging das spiel mit den blütenblättern? wenn's doch nur so einfach wär!