« 6.06.05 | Main | 23.06.05 »

20.06.05

wo soll ich denn nur anfangen. nicht gleich mit der türe ins haus fallen, habe ich mir vorgenommen.

nun, ich wollte ursprünglich ganz gemütlich mal ein bisschen abtasten. etwas schnuppern, kennenlernen, schauen ob das was werden könnte. und nix überstürzen.

doch dazu kam es nicht. irgendwie war die offenheit einer distanzierten kühlheit gewichen. ich sagte zu mir, das hat doch nichts zu bedeuten, das kann es geben. das wird sich schon wieder ändern. nur die ruhe bewahren und in nichts hineinsteigern. du kennst sie ja kaum.

aber das gute zureden half nichts. der gedanke an ein mögliches wiedersehen (mehr oder weniger zufällig in der uni) versetzte mich in aufregung und trieb meinen puls in die höhe.

so charmant
so witzig
so ein hübsches gesicht
diese haare!!

und doch kennst ich sie ja kaum!

wer ist sie denn? was mag sie? kann es klappen? ist sie nicht viel zu ... wirtschaftlich? viel zu streng? hat das zukunft, wenn sie jetzt schon lieber auf die examen lernt, anstatt mit mir auszugehen? und was denkt sie über mich? will ich mich wieder auf ein abenteuer mit ungewissen ausgang einlassen?

leben.
was macht das leben denn aus?
cogito ergo sum?
wenn ich nicht fühle, dass ich lebe, dann lebe ich nicht mehr!

was ich mache, das mache ich zumeist intensiv. wenn ich liebe, dann liebe ich mit meiner ganzen energie. dummerweise kann das das auch zuviel sein. doch es ist das fühlen und die erfahrung, die zählen. für meine liebe würde ich noch sovieles in den sand setzen. examen kann ich auch später nochmals machen. misslungene prüfungen sind nicht der tod. eine zerbrochene liebschaft ist wie hundert tode. eine neu begonnene liebe ist mehr als tausend neue leben.

ist es weise, so zu reden?

es ist die einzige weisheit, die ich momentan habe.