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30.03.09



...still better than broken ones. Hope you get the idea though, it's never as beautiful as reality. And there is no scent on the web, either!

16.07.08

... is not good for me,
Isolation - I dont want to sit on a lemon tree.
Im driving around in my car,
Im driving too fast, Im driving too far." *sing*
- - (Fools Garden, Lemon Tree)

She is just too good to be true.
So cheerful, yet so wise.
So beautiful, yet so ... taken.
- - (me)

"I'm leaving seeing you for the last time baby...
hmm hm hm hm ... loving but you don't love me." *sing*
- - (Duffy, Warwick Avenue)

"Up, and awaay!"
- - (Bill Watterson, Calvin & Hobbes)

26.02.08

schneeflocke

Ohne spezielle Erwartungen gehe ich an den Ort, an dem es zwischen uns zum ersten mal gefunkt hatte. Ich will nur bei einem Freund etwas abholen, und wieder weg, schlichte Sache.

Es ist unvermeidlich. Sie ist die erste, die ich sehe, als ich den Raum betrete. Mein erster Impuls: weiterlaufen, so tun als wenn nichts wäre, als wenn ich sie nicht bemerkt hätte. Dann merke ich, dass das schlicht unmöglich wäre, sie nicht zu bemerken. Also würde sie denken, dass ich sie absichtlich ignoriere, was auch nicht wirklich stimmt. Es ist ja nicht, dass ich sie nicht mehr mag. Eher im Gegenteil.

Ich bin einfach absolut unvorbereitet, es hat mich eiskalt erwischt. Ich folge also nicht meinem ersten Impuls und begrüsse sie. Drei Küsschen, wie es sich gehört, nichts aussergewöhnliches. Zwei Studienkollegen, die sich hin und wieder begegnen, flüchtig.

Sie sieht gut aus. Das lange blonde Haar fällt wie Samt auf ihre Schultern. Ihr Lachen, charmvoll und warm wie eh.

Mein Adrenalinspiegel explodiert. Ich fühle mich, wie wenn jede Spur von Kalk aus meinen Knochen getilgt wurde. Mein Handeln stellt auf Automatik, ich stehe neben mir. Ich lasse beiläufig einen ungelenken Satz fallen, und drehe mich von ihr ab. Mit ihr hatte ich nicht gerechnet.

14.01.08

limmat quai, zürich by night© Raegi

Winter im vorweihnachtlichen Zürich. Ladenschluss ist vorbei, die letzten Büetzer schleichen durch die Gassen. Die Kälte ist schneidend, die Lichter verbreiten eine heimelige Atmosphäre. Zaghaft greife ich ihre Hand. Ich kenne den Weg nicht, doch sie zieht mich Zielstrebig unter der Urania-Unterführung durch.

Eigentlich bin ich nicht mehr in der Stimmung, noch riesige Umwege zu gehen. Auf direktem Weg zum Bahnhof und dort endlich sitzen hätte mir auch schon gereicht. Anscheinend geht es um die Beleuchtung auf der rechten Limmatseite. Ich bin zu geschafft, um noch irgendwelchen Widerstand zu leisten.

Es ist wunderschön, mit ihr den Quai hinunter zu flanieren. Über die kleine, nicht beleuchtete Brücke geht es wieder Richtung Bahnhof. Das wäre der Moment für einen Kuss. Nur irgendwie geht ein paar Meter hinter uns ein Mann, der mich irritiert. Ich kann mich nicht überwinden, und für kreative Ausreden bin ich zu "düri".

Wie wenn sie meine Unsicherheit gespürt hätte, hält sie inne, und zeigt ins Dunkel hinter den erleuchteten Häusern. Dort, dort hinten im Schatten, dort würde das Haus ihrer Eltern stehen.

Der Mann hinter uns ist vorüber, wir stehen dicht aneinander, der Wind spielt mit ihrem Haar. Langsam näheren sich unsere Lippen. Sie drückt meinen Ellbogen. Die Stadt, die niemals schläft, hält den Atem an.

12.01.08

my head is full
my body is tired
my heart won't find peace

let me rest
on your shoulder
to fall sleep

dreaming of you
dreaming of me
dreaming of us

War das schon alles? Soll es das gewesen sein? Ich kann es nicht glauben.

Vor 10 Tagen habe ich meine Freundin auf den Flughafen begleitet, bevor sie nach Schweden flog. Vera ist inzwischen zurück, aber meine Freundin ist irgendwo dazwischen verloren gegangen.

Ich wollte sie überraschen bei der Ankunft. Aber es war ... nicht richtig, dass ich da war - sie hatte mich nicht vermisst.

Noch nie habe ich eine Frau getroffen, mit der ich soviel gemeinsam habe. Sie wollte sogar früher Harfe spielen! Ich könnte eine lange Liste von Eigenschaften aufzählen, die ich an einer Frau schätze, die sie erfüllt. Ich hatte früher nicht mal zu träumen gewagt, dass es so eine Frau gibt.

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Und sie vermisst mich nicht. Jetzt auch nicht.

9.11.07

In Barcelona habe ich ein Bett im Nachtzug nach Malaga reserviert, Abfahrt 05nov07 Barn.Sants 21.30. Bis dahin noch ein bisschen gemütlich hängen, bloggen, im Internet surfen, Znacht essen, Bierchen trinken.

Metrostation Sant Antoni

Wenn sich die Bedienung nicht soviel Zeit gelassen hätte...
Wenn ich zu der anderen Metrostation gelaufen wäre...
Wenn ich die andere Metro genommen hätte...

Ich kann so viele "wenn" suchen wie ich will, ich habe den Zug trotzdem verpasst. Um lächerliche vier Minuten. Und ich habe gelernt, dass selbst in Spanien Zeit Geld ist, denn eine neue Reservation (diesmal nach Cordoba, der fährt erst um 22.30) kostet wieder 30€.

PS: Hallo Sensler, ihr seid nicht allein! Auch die Spanier haben eine komische Aussprache für "Sankt Anton". Nur mit dem Unterschied, dass die Spanier es wirklich auch so schreiben, wie sie es sagen...

9.10.07

just to give you an idea of the setting of 'predator' in case you haven't seen it: the jungle, schwarzenegger as a soldier/hunter fighting an invisible alien. suspension, great stunts, fireworks, everything an action freak would wish for.

and the second last sequence of the (everything else than romantic) film belongs to a woman. her face, her eyes. though she actually got nothing to do with the main plot of the film, only she and arni survive the alien predator.

why are they so important? why does life without her seem so pointless?

6.09.07

"faire-part" heisst die Geburtsanzeige auf französisch -- wortwörtlich übersetzt "teilhaben lassen".

Die Geburtsanzeige und weitere Fotos von dem süssen kleinen Sauger sind in der Galerie zu finden! (Man ist schliesslich nirgends sicher vor diesen Paparazzi, aber vor mir erst recht nicht ;)

30.08.07

jascha nach der geburt

Jetzt ist es offiziell: der süsse kleine heisst Jascha Adrien und, kaum auf der Welt, schon geistert ein erstes Foto durchs Netz. Man ist aber auch nirgends sicher vor diesen Paparazzi!

29.08.07

27.08.07, 20:30Ein Anruf, Milena hatte den Blasensprung
27.08.07, 21:30Termin im Spital Stans, zur Lagebestimmung
27.08.07, 22:30Milena bleibt im Spital, ich fahre los
28.08.07, 00:10Ankunft Damian in Büren bei Stans
28.08.07, 08:30Milena hat die Nacht durch schlafen können, aber sie hat noch kaum Wehen
28.08.07, 09:30Der Muttermund ist 2cm offen, Milena erhält ein Wehen-erzeugendes Präparat
28.08.07, 10:30Vereinzelte Wehentätigkeit, Milena ist noch guter Laune
28.08.07, 12:30Die Schmerzen bleiben permament, der Muttermund ist unverändert
28.08.07, 15:45Milena ist immer in Bewegung, um die Schmerzen besser zu ertragen
28.08.07, 16:00Sie verlangt eine schmerzstillende Spritze
28.08.07, 16:15Die Spritze beginnt zu wirken, sie wird apatisch und liegt im Bett
28.08.07, 17:15Die Schmerzen sind kaum schwächer geworden, sie kann nicht mehr, sie will eine PDA
28.08.07, 17:30Der Muttermund ist 3cm geöffnet, das Minimum für eine PDA
28.08.07, 17:40Die PDA wurde gesteckt, sie ist entkräftet und weint vor Schmerzen, noch 20 Minuten bis die Betäubung greift
28.08.07, 17:55Der Anästesist fragt, was es wird, und sie kann wieder lachen: ein Junge!

...weiter gehts auf Seite 2:

Continue reading "chronik einer kämpferin" »

28.08.07

Warten. Sie hat schmerzen, permanent. Sie windet sich, weiss nicht wie liegen, schmerzverzerrt, stöhnt leise.

Unbeholfen. Ohnmächtig. Endlos.
Es gibt nichts, das ich tun kann.

Einfach da sein. Bei ihr sein. Kleine Handreichungen.
Sie nicht alleine lassen mit ihren Schmerzen.

27.08.07

schwangere milena

Es ist soweit! Eben habe ich einen Anruf von meiner Schwester bekommen, dass sie den Blasensprung hatte. Dabei springt zum Glück nicht die Harnblase, aber immerhin die Fruchtblase – eine feuchte Angelegenheit wirds allemal. Wie man auf Wikipedia nachlesen kann, ist der Blasensprung eines der konkreten Anzeichen der Geburt.

Na dann werd ich mal versuchen, meine Gedanken zu sortieren, damit ich noch das nötigste an Gepäck zusammensuchen kann, und mich dann mit pochendem Herzen und (jetzt schon!) gummigen Knien auf den Weg machen.

Noch den Arbeitgeber informieren, dass ich morgen nicht auftauchen werde. Und die Miete überweisen, damit alles rechtzeitig da ist. Um dir, lieber Leser, die Zeit noch ein bisschen zu vertreiben, habe ich ein paar Fotos von meiner süssen Schwester mit grossem Bauch hochgeladen.

Zitat mein english teacher aus der Kanti:

First of all: don't panic! Breathe regularly...

Where is my towel??

15.07.07

Why does my heart feel so bad? haben sich schon Männer mit viel mehr Lebenserfahrung gefragt.

Wieso ist es, dass ich mein Herz immer weggeben will? Wieso hänge ich mein Herz immer an die Nächstbeste? Ich kenne sie nicht, ich weiss nicht wie sie heisst oder wo sie wohnt, ich weiss nicht was ihr Lieblingsessen ist oder wie sie beim erwachen aussieht. Aber ich würde ihr mein Herz schenken.

Je te donnerai mon coeur. C'est tout ce que j'ai, tu peut l'avoir si tu veux. Il est bon, et il y aurait pas mal de fille qui le prendrait, mais à toi, je te le donnerai.
(Züri West auf französisch klingt irgendwie nicht so gut wie auf Schweizerdeutsch.)

Scheiss drauf,
wenn ich noch einen sauf'
schlaf' ich Morgen länger aus.

10.06.07

Ausschnitte aus einem Versuch, Gefühle in Worten zu fangen.

letter close-up

Heute im Büro sagte mein Arbeitskollege etwas im hessischen Dialekt. Und das Wort "schää" kam drin vor. Irgendetwas unter meinem Brustbein verkrampfte sich, und ich hatte deine Stimme in den Ohren, deine Worte, dein Lachen.

"Es kann doch nicht angehn," ging es mir durch den Kopf, "ein einziges Wort reicht, um mich aus der Fassung zu bringen."

Ich hatte den Faden verloren. Ich wusste nicht mehr, was ich gerade noch getan hatte, noch was ich tun wollte. Die Erinnerung nahm mich gefangen, ohne dass ich mich dagegen wehren konnte.

(...)

Den Moment geniessen, solange wir konnten. Nicht an morgen denken. Nicht daran denken, dass ich mich verletzlich mache, aber auch nicht, dass ich dich verletzen könnte. Ich wollte dein Freund sein, ohne dich zu besitzen, ich wollte dich lieben, ohne dich einzuengen.

(...)

Ich hoffe, dass das nicht unser letzter Kontakt war. Ich hoffe, dass ich bald wieder dein ansteckendes Lachen hören darf, deine Lippen schmecken darf.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

20.12.06

I boue mir mini Tröim
uf rund um di
u male se scharlachrot a.

I brönne mir di Name
zmitz i mis Härz.
Chönnt schwöre, das i ewig blibe wen is nüt
derzwüsche chunnt...

Wunderschön träumerisches Lied der Melanchomundartrocker Patent Ochsner. Viel treffender könnte der Text wohl kaum sein, zumindest diese Passage. Und jedes mal könnte ich schwören, dass ich ewig bleibe, wenn uns nichts dazwischen kommt.

Den Text gibts in voller Länge auf luscht.ch zu finden, Hörprobe auf cede.ch oder in einer ruhigeren (schöneren) Version im iTMS.

17.12.06

petit_prince_renard.gif© 1945 by Editions Gallimard, Paris

Ainsi le petit prince apprivoisa le renard. Et quand l'heure du départ fut proche :
-Ah! dit le renard… je pleurerai.
-C'est ta faute, dit le petit prince, je ne te souhaitais point de mal, mais tu as voulu que je t'apprivoise…
-Bien sûr, dit le renard.
-Mais tu vas pleurer! dit le petit prince.
-Bien sûr, dit le renard.
-Alors tu n'y gagnes rien!
-J'y gagne, dit le renard, à cause de la couleur du blé.

Antoine de Saint Exupéry, Le petit prince, chapitre XXI, 3ème-avant-dernier paragraphe

Anyone who isn't familiar with the french language will find an english, german or other versions on odaha.com/littleprince.php.

3.11.06

Gedankenversunken blicke ich auf den Haufen feuchter, zerknitterter Kleider im Korb. Ich denke an meine Ex. Wie alles begonnen hat, wie sich gesträubt hat, wie wir uns missverstanden und fast getrennt hatten... Für eine Zehntelssekunde denke ich, dass wir alles dort in jenem Moment hätten beenden sollen. Aber kaum habe ich es gedacht, kaum ist mir schon klar, wie unsinnig dieser Gedanke ist.

"Ich bereue es nicht. Es war eine gute Zeit, und ich bereue es nicht." Ohne wirklich hinzusehen greife ich nach dem Waschpulver. Mit einer unachtsam-lässigen Bewegung werfe ich den Beutel auf den Wäscheberg, um mich nicht bücken zu müssen. Und, oh Schreck, er fliegt zu weit und das Waschmittel verteilt sich auf dem Boden.

Wie wenn Gott vom Himmel herab meine Gedanken gelesen hatte und mich für die letzte Aussage bestrafen wollte, zucke ich zusammen und denke: "Ich bereue doch! Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil!"

Meine Augen suchen nach rascher Hilfe und bleiben an der Schaufel und dem Wischer hängen. "Bloss weil es nicht die Frau für bis ans Ende meiner Tage ist, heisst es nicht, dass es falsch war."

Wir haben uns geliebt, wir haben viel erlebt, und wir haben viel gelernt in dieser Zeit. Es ist hätte gut gehen können. Es war nicht vorhersehbar. Ich war überzeugt, es würde klappen. Ich habe mich mit ganzem Herzen in die Beziehung hineingegeben – und genau darauf kommt es an. Es gab Zeiten, in denen SIE mir wichtiger war als alles andere im Leben, und es war richtig.

Habe ich denn gar nichts aus dem Ende dieser Liebesgeschichte gelernt? Doch: was ich auch tue, ich will es mit Überzeugung tun. Schlussendlich gibt es kein richtig oder falsch. Aber ich muss überzeugt sein, dass mein Handeln richtig ist.

Voller Überzeugung wische ich das Waschpulver vom Boden auf und leere es sorgfältig in den Beutel zurück...

24.10.06

Der Himmel ist stahlblau, die Sonne steht unbeweglich am Firmament, der Wind bläst unermüdlich und rüttelt an allem, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Blätter tanzen durch die Luft, werden hochgehoben und von unsichtbaren Händen weggetragen. Allem Anschein nach ist hier eine von der Ausrottung bedrohte Spezie am Werk: der sterbende Sommer windet sich in seinen letzten Zügen.

Ich sitze auf dem Balkon und lasse mich von den Lüften umschmeicheln. Mein Blick gleitet in die Ferne, zu den von Wolken umzingelten Bergen. Doch die Sonne, die sich in meinem Weinglas spiegelt, blendet mich. Ich wende mich wieder dem herrlichen Carpaccio vor mir zu, reisse ein weiteres Stück vom Baguette ab, und lasse mir diese intensive Geschmackskombination auf der Zunge zergehen.

Das ist ein Leben! So muss es sich anfühlen. Das einzige, was man jetzt noch perfektionieren könnte, wäre der Ausblick auf die Wohnsilos Fribourgs gegen den Lago Maggiore austauschen. Und vielleicht eine Frau an meiner Seite. Aber das ist doch bloss ein Detail... !?

Der Regen prasselt schwer nieder. Unbarmherzig peitscht Wind die Wassser auf das steinerne Pflaster. Ist ist die Art von Regen, die man im Film sieht, und von dem man denkt, dass er in Realität gar nicht existiert. Es ist eine kalte Nacht, doch ich spüre es nicht. Das Nass prallt von mir ab wie von einer steinernen Platte.

Ein bisschen Aufmerksamkeit.
Ein klein wenig Bestätigung.
Ich spüre die Kälte nicht.

Ob ich denn kein Schamgefühl habe. "Die Freundin einer Ex macht man nicht an", sagt sie, "das ist so eine ungeschriebene Regel." Gesetze sind zum brechen da. Regeln sind weniger bindend als Gesetze. Wie sehr sind denn erst ungeschriebene Regeln zum brechen da.

Langsam kriecht die Kälte tiefer. Ah nein, das ist nur das kalte Wasser. Es arbeitet sich langsam aber sicher vor. Stetig. Zermürbend. Jetzt trifft mich das Unwetter mit voller Wucht, es ist wie ein Faustschlag in die Magengrube. Es zieht sich alles in mir zusammen.

Die Strassem und Wege scheinen mir heute feindlich gesinnt. Ich kenne sie, ich kenne die Ecken und Winkel, ich kenne sie nur zu gut. Doch an diesem Abend kennen sie mich nicht mehr. Ich bin ein Fremder geworden. Sie lassen mich nicht vorwärts kommen, sie behindern mich, sie tragen mich weg von meinem Ziel.

Der Mensch muss leiden, um Glück zu erkennen. Nur in den Momenten der Verlassenheit weiss er, was zählt. Und wenn er es sieht, dann hat er es nicht. Und wenn er es hat, dann sieht er es nicht ... der Hans-Dampf im Schneckenloch.

Sabina. Tabita. Ariane. Jessie. Mirjana. Dita. Silvana. (*)
Was würde ich jetzt darum geben. Viel. Verdammt viel.

(*) Namen geändert

21.10.06

Ich bin ein Mann.
Ich bin ein Schwein.
Oder würde es zumindest
manchmal gerne sein.

Es wäre so viel einfach, ein Leben als Schwein. Schwanzgesteuert durch diese Welt laufen, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber es geht nicht - ich brauche die Anerkennung, sie ist wichtiger noch als die Triebbefriedigung. Diese ständige Suche nach Anerkennung resultiert wohl aus einem Mangel an Selbstwertgefühl.

Was will ich dagegen tun? Wenn ich es nur wüsste.
Vorerst einfach weiter flirten, schmeicheln und werben.

8.10.06

Habe ich das wirklich getan? Ich kann es noch nicht fassen. Es kommt mir so surreal vor.

Vor 11 monate haben wir es begonnen, heute habe ich es beendet. Ich weiss nicht, ob ich das wirklich wollte. Ich weiss überhaupt nicht, was ich will. Doch so weitermachen wie bisher mochte ich auch nicht mehr. Ich habe dich, Caro, fest lieb, aber ich hätte es auf Dauer nicht geschafft. Die Verlockung, in einer Wochenendbeziehung untreu zu sein, ist für mich zu gross. Aber auch ohne den Katalysator Deutschland wäre ich wohl früher oder später an den Punkt gekommen, an dem ich heute morgen war.

Es war sehr schön, dass wir dasselbe Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit hatten. Aber davon abgesehen waren wir grundverschieden. Zu verschieden, denke ich.

Ich danke dir für die gemeinsame Zeit. Ich wünsche dir, dass du einen Mann findest, der dich wirklich liebt, so wie du bist. Ich war nicht fähig. Vergib mir für die Wunde, die ich in deinem Herzen hinterlassen habe.

12.11.05

ihre entscheidung weiss ich jetzt seit dienstag. seither drehen sich meine gedanken oft um sie, um meine imaginäre zukunft, und um andere frauen. ich könnte vielleicht die eine oder andere kriegen.

doch wie lange wird die nächste affäre dauern? wie lange genügt sie mir, wie lange genüge ich ihr?

ich ertappe mich immer wieder, wie ich pläne schmiede, mich mit einer potenziellen zu treffen. und wenn ich dann erstmal ein ein angebot habe, dann weiss ich genau, dass ich nicht mehr ablehnen kann. und darum will ich es momentan gar nicht soweit kommen lassen.

ich will meinem herz zeit geben, sich zwischen verliebtsein & grossen erwartungen und schmerz & trauer sich mal erholen zu können. aber es nicht einfach, denn mein herz ist nicht gern allein. zweisamkeit ist zur gewohnheit, zu droge geworden, und jetzt bin ich auf entzug. ich hoffe, eine gewisse zeit lang clean bleiben zu können.

die sonne scheint nicht mehr. mir ist kalt.

23.07.05

es ist eine schöne nacht heute. der volle mond scheint durch ein paar locker dahingestreute wolken und beleuchtet die strassen und wege. doch es ist eine stille nacht. totenstill.

was habe ich getan? ich fühlte mich schon öfters mies, aber so schlecht schon seit langem nicht mehr. j'ai detruit l'equilibre de la journée. nein, ich habe nicht meinen tag zerstört, sondern ihren. und noch etwas mehr als nur den tag.

was war in mich gefahren? what a difference a day makes... heute morgen war ich noch so verliebt. und jetzt ist alles weg. von einem moment auf den anderen war es erloschen, wie wenn jemand einen riesigen kübel wasser über mich ausgegossen hätte, und den funken, die kleine glut weggespült hat.

war sie nicht gut genug? sie war super. ausstrahlung, ein tolles lachen, witz, intelligent. sie wollte mit mir zeit verbringen, reden, austauschen. und sie liebt salsa und latino-tänze. ich könnte nicht mehr wollen.

wenn ich noch einmal zurück könnte! wenn ich aufwachte, und es wäre noch einmal freitag morgen. doch was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden. es ist aus, es ist vorbei, sie ist passé. ich bin passé.

und das ganze trauerspiel zu der wunderschönen melodie von kodachrome, die mir nicht mehr aus dem kopf geht seit heute nachmittag. ich werde das lied hassen, wenn ich es das nächste mal höre. eigentlich schade drum, aber das ist noch das kleinste "schade" in der ganzen geschichte.

14.07.05

sie steht ihm gegenüber. er weiss, jetzt ist der moment für den abschied gekommen, doch er weiss nicht, wie er sich verabschieden soll. etwas unbeholfen steht er vor ihr.

er schaut ihr in die augen. sie schaut zurück. nicht scheu, verlegen, sondern sicher und erwartungsvoll. ein ewiger moment zieht sich dahin wie ein tropfen honig, zähflüssig, aber süss.

dann nähert er sich langsam ihrem kopf. sie weicht nicht zurück, sie blickt ihn nur gespannt an. er schliesst seine augen, und seine lippen berühren die ihrigen. dann umarmt sie ihn und drückt ihn an sich.

sie lösen sich, er wirft ihr einen verlegenen blick zu, dreht sich dann um und geht. ein kurzer blick zurück, doch sie ist schon weg.

moment, denke ich mir. halt, stopp, pause. rewind. der typ im film, das war ja ich. anscheinend habe ich sie tatsächlich geküsst. uups. wollte ich das wirklich? habe ich mir das überlegt? kenne ich sie?

wenn ich das wüsste. es ging einfach so von alleine. ich habe gar nichts dazu tun müssen. vielleicht ist das ein gutes omen. auf jedenfall habe ich heute ein bändeli verloren, das bringe glück. und ich habe meinen bauch gestreichelt, der schon bald so gross wie der eines dicken buddhas ist, und das soll ja ebenfalls glück bringen.

was ist denn glück?
glück ist ein kuss um 2:30 uhr in der früh!


6.07.05

oui je sais k g suis bourré. le seule truc qui m'aide maintenant c k elle s'appelle "marilyne".

oui, bien sure, et moi je m'appelle "monroe". je suis fin raid. je suis bourré. j'ai rien a foutre. mais quand mêmê j'aimerais te revoir. marilyne... c'est a peu pres le seul truc k j sais de toi.

bon. c trop tard. je me sent a l'aise dans les bras des francophones. a une prochaine...

25.06.05

lieben - verlieben
laufen - verlaufen
sehen - versehen

die vorsilbe deutet einen irrtum an. es ist so einfach. laufen hat nicht viel mit verlaufen zu tun, sehen nicht viel mit versehen, und lieben nicht viel mit verlieben. doch irgendwie ist der zusammenhang zwischen lieben und verlieben stärker. wie manche liebesgeschichte hat mit verliebtsein begonnen?

oder ist es nur, dass ich gerne hätte, der zusammenhang wäre stärker?

ich liebe gern, ich verliebe mich gern. ich fürchte, ich habe mich wieder mal verliebt, ich muss meinen irrtum bereinigen. shit happens. jeder fällt mal auf die nase. das gehört zum leben. tja...

24.06.05

verdammt. ich kann nicht aufhören, an sie zu denken. vielleicht kann ich sie vergessen, wenn ich meinen grauen zellen etwas auf die sprünge helfe? alkohol ist doch ein toller freund!

doch bevor ich ganz weggetreten bin, muss ich noch einige gedanken niederschreiben.

seit sonntag träume ich davon, dass die prüfungen vorbei sind. seit sonntag lebe ich auf diesen heutigen tag hin. seit sonntag träume ich davon, wie es ist, ein rendezvous mit ihr zu haben. seit sonntag ist es mein lebenszweck.

ich dachte mir, ich will sie nicht stressen. sie soll ihre zeit haben. wenn die prüfungen wichtig sind, dann sollte ich das ernstnehmen und respektieren. darum habe ich sie auch seit dem sonntag weder kontaktiert noch versucht, sie "zufällig" zu treffen, damit sie nicht abgelenkt ist.

und nun? was hab ich?
genau nichts.

sie hat auf die einladung zu einem rendezvous nicht mal reagiert!! man stelle sich das vor! kein "nein", kein "später", kein "vielleicht". nichts. und genau das ist das schlimmste. ich weiss nicht, ob sie sich nur nicht traut "nein" zu sagen, weil sie mich nicht verletzen will. oder ob ihr wirklich die prüfungen wichtiger sind, und sie einfach nicht abgelenkt sein möchte.

ach, ich bin so ein idiot. ein hoffnungsloser romantiker. ich sehe einfach nicht ein, dass es nichts gibt, dass sie nichts von mir will. solange es auch nur einen hauch der hoffnung gibt, solange kralle ich mich daran.

nun, meine herzdame, falls du das tatsächlich wider erwarten doch lesen solltest, dann möchte ich dir vorallem eines sagen: ich glaube nicht mehr daran, dass du dich tatsächlich meldest. aber ich kann auch nicht wirklich warten, um es herauszufinden. die ungewissheit ist das schlimmste, es nimmt mich auseinander wie ein profiboxer einen schuljungen. ich werde es wahrscheinlich nicht schaffen, ein wochenende zu warten. ich könnte warten, wenn ich mich permanent besaufen könnte - aber das geht auch nicht, weil meine schwester geburtstag hat, und da will ich nicht besoffen auftauchen.

eigentlich wollte ich dich heute abend schon kontaktieren. aber ich werde es bleiben lassen. eine letzte chance sollte man immer geben. vielleicht kommt ja noch etwas dieses wochenende.

ich hasse die verdammte hoffnung. aber wer es auch immer gesagt hat, hatte recht: "die hoffnung stirbt zuletzt." wo ist nur mein bier...

20.06.05

wo soll ich denn nur anfangen. nicht gleich mit der türe ins haus fallen, habe ich mir vorgenommen.

nun, ich wollte ursprünglich ganz gemütlich mal ein bisschen abtasten. etwas schnuppern, kennenlernen, schauen ob das was werden könnte. und nix überstürzen.

doch dazu kam es nicht. irgendwie war die offenheit einer distanzierten kühlheit gewichen. ich sagte zu mir, das hat doch nichts zu bedeuten, das kann es geben. das wird sich schon wieder ändern. nur die ruhe bewahren und in nichts hineinsteigern. du kennst sie ja kaum.

aber das gute zureden half nichts. der gedanke an ein mögliches wiedersehen (mehr oder weniger zufällig in der uni) versetzte mich in aufregung und trieb meinen puls in die höhe.

so charmant
so witzig
so ein hübsches gesicht
diese haare!!

und doch kennst ich sie ja kaum!

wer ist sie denn? was mag sie? kann es klappen? ist sie nicht viel zu ... wirtschaftlich? viel zu streng? hat das zukunft, wenn sie jetzt schon lieber auf die examen lernt, anstatt mit mir auszugehen? und was denkt sie über mich? will ich mich wieder auf ein abenteuer mit ungewissen ausgang einlassen?

leben.
was macht das leben denn aus?
cogito ergo sum?
wenn ich nicht fühle, dass ich lebe, dann lebe ich nicht mehr!

was ich mache, das mache ich zumeist intensiv. wenn ich liebe, dann liebe ich mit meiner ganzen energie. dummerweise kann das das auch zuviel sein. doch es ist das fühlen und die erfahrung, die zählen. für meine liebe würde ich noch sovieles in den sand setzen. examen kann ich auch später nochmals machen. misslungene prüfungen sind nicht der tod. eine zerbrochene liebschaft ist wie hundert tode. eine neu begonnene liebe ist mehr als tausend neue leben.

ist es weise, so zu reden?

es ist die einzige weisheit, die ich momentan habe.

6.06.05

es ist wieder mal zeit für einen blog-eintrag. die regelmässigkeit meiner gefühlsunregelmässigkeiten sind schon fast beängstigend.

nun, ich habe diese tage zur abwechslung mal mein eigenes blog gelesen, und festgestellt, dass es mir eigentlich immer schlecht geht. immer kummer mit frauen, immer stress, immer unglücklich - müsste man zumidest meinen, wenn das blog so liest.

tatsächlich habe ich keinen blogeintrag, in dem ich mal himmelhoch jauchze, anstelle immer zu tode betrübt zu sein. die erklärung könnte nicht simpler sein: wenn es mir gut geht, dann habe ich kein bedürfniss, mir die seele vom leib zu schreiben.

wenn es mir gut geht, bin ich draussen, geniesse die sonne, die vöglein die zwitschern, bin aktiv, mal hier, mal da. die kontemplativen minuten sind dünn gestreut, wenn die glückshormone fliessen.

doch lastet wieder mal der kummer auf meinen schultern, drückt der schuh und ist mir was über die leber gekrochen, so krieche auch ich, am liebsten vor den computer, und beschäftige mich künstlich. hier surfen, da lesen, filmchen glotzen, news lesen. oberflächlichkeiten halt. doch auch wenn die oberfläche beschäftigt scheint, in den innereien rumort und gährt es, bis ich wieder lebensmut gefasst habe.

und zwischendurch entstehen blasen, die an die oberfläche des internets durchdringen, um sich dann hier ins blog zu ergiessen.

der langen rede kurzer sinn: es wäre wieder mal zeit für eine philosophische kummerstunde über die liebe, über die frauen, und über den sinn des lebens. doch irgendwie ist mir ob dem kummer die philosophie abhanden gekommen, wie anderen leuten stock oder hut.

sie liebt mich, sie liebt mich nicht. oder wie ging das spiel mit den blütenblättern? wenn's doch nur so einfach wär!

11.05.05

...der beste title, der mir in den letzten 2 sekunden gerade eingefallen ist. who cares. das leben geht weiter.

es ist wieder einer dieser verdammten tage,
und weiss nicht genau warum ich diese dinge sage.
alles was mir gefällt
ist jetzt halb so wild,
um genau zu sein
ist es einerlei'n.

jetzt ist sie weg - weg!
und ich bin wieder allein - allein.

zum glück gibt es noch schokolade, die sich um meine primären bedürfnisse kümmert. und ein bisschen p0rN kann auch nicht schaden ... OMG zum glück liest auch keiner dieses blog. welch armseliges statement.

armselig - wie wär's, wenn ich dazu stehe? spitz, faul und stolz darauf? garfield-philosophie verhält auch nicht mehr. er hat zwar schon seine frauengeschichten, aber von sex ist nie die rede. dabei ist das die kumulation von zärtlichkeit, von intimität, von hingabe...

bla bla bla. befriedigung eines primären bedürfnisses: sex. gerade nach schlafen, essen und trinken kommt sex. aber eben nur für die hälfte der erdenbürger. für die andere hälfte heisst es schlafen, essen, trinken, reden, duschen, maniküre, mode, undsoweiter, etcetera. und irgendwo ganz weit hinten, sagen wir auf rang 243, kommt sex.

sex.
pur und ohne gefühle.
hemmungslos und lustvoll.
triebbefriedigung.

befriedigung eines primären triebs.
ist es wirklich so primär?
ist es wirklich das wichtigste?

wohl kaum.

aber eben ............. .......................................................... ..... ........ ............. (to be continued.)



31.03.05

das ist der refrain eines schönen mainstream-pop-songs. ich hatte mir das nicht so ganz klar zum ziel gesetzt, doch im nachhinein muss ich sagen, ich hätte es besser. alleine aufzuwachen macht den tag schon zunichte, bevor er begonnen hat.

ich hatte heute viel zeit zum überlegen. zu viel zeit fast. ich habe mir gedacht, dass wir heute einfach zuviel luxus haben. der mensch sollte eigentlich besser ums überleben kämpfen, tagein tagaus. dann hätte man gar nicht die zeit, sich zu fragen, warum und wofür man lebt. man wäre so beschäftigt, dass man froh wäre, überhaupt überlebt zu haben.

in zwei tagen ist es zwei monate her, dass ich meine freundin verlassen habe. ich habe gemeint, es würde mich nicht mehr so belasten, ich hätte es nun verarbeitet, es wäre vorbei. doch ich merke, es ist nicht vorbei. und es wird es für lange zeit auch nicht sein. immer, wenn es mir dreckig geht, kommt noch ein schlag mit dem hammer obendrauf: "hätte ich nicht, dann würde ich jetzt nicht."

im nachhinein sehe ich nur noch die schönen sachen.
die tolle zeit, die wir zusammen verbracht haben.
wie wir zusammen gelacht haben.
wie wir zusammengepasst haben.

und dann muss ich mich immer wieder vor mir selbst rechtfertigen, warum ich dich verlassen habe. in der hoffnung, dass ich das ein für alle mal klarstellen kann, schreibe ich diesen text.

aus irgendeinem grund war ich nicht zufrieden. vielleicht war es schlicht nicht genug. vielleicht aber kann ich den hals nicht voll genug kriegen - wenn ich schon viel habe, will ich noch mehr. hans dampf im schneckenloch.

HansDampf damian = new java.maerchen.HansDampf.HansDampf();
SchneckenLoch meinLoch = new java.maerchen.SchneckenLoch.SchneckenLoch();
meinLoch.put(damian);
while(true) {}

wahrscheinlich werde ich nie wissen, ob ich ein hans dampf bin. und falls ich es jemals doch wissen sollte, so ist es dann sicherlich zu spät.


26.02.05

wasser ist das lebenselixier.
ohne wasser leben keine tiere. ohne wasser wachsen keine pflanzen. wasser ist leben.

es ist kein leben ohne frauen.
ich würde nicht leben, hätte mir nicht vor 25 jahren eine frau ihre liebe geschenkt. ich werde die nächsten 25 jahre nicht ohne die liebe einer frau überleben.

heute?
es bleibt mir ja noch das wasser.

25.02.05

das ist der titel einer cd, die ein paar schöne parallelen zu mir hat: ihr titel ist mein lied, das ich seit mehreren wochen singe, weine, lache, murmle. die worte stehen für eine melodie, die wie ein ohrwurm mein gehirn infiltriert hat und meine gedanke nicht loslässt.

die gruppe, die das stück spielt, heisst HAL 9000, in anlehnung an stanley kubricks "2001: a space odyssey". HALs bild prangt seit ein paar tagen bei mir auf dem desktop, ich werde überwacht in guter george-orwell-manier.

doch HAL ist nicht der grund den text, den ich hier schreibe.

ich frage mich, warum ist das leben eine last geworden? was wiegt denn so schwer, dass es ein leben sinnlos erscheinen lässt?

am morgen, wenn der wecker geht, oder wenn am mittag die sonne aufs kissen scheint, ist mir kalt. nicht dass die zimmertemparatur die falsche wäre. es fehlt die körperwärme, das warme sanfte gefühl von nackter haut. und doch ist das bett das kuschligste, was mir geblieben ist.

ich habe keine antrieb, aus dem bett zu steigen, denn es wartet niemand auf mich. es freut sich niemand auf eine umarmung oder einen kuss von mir. es macht keinen unterschied, ob ich liegenbleibe, oder nicht. es wird niemand wissen wollen, wie mein tag war, also gibt es keinen grund, ihn zu beginnen.

eigentlich hatte ich früher mal eine ... vergessen wir's.

3.02.05

0 oder 1
ja oder nein
liebe oder nicht
jetzt oder nie
später?

die sonne lacht
die vögel frohlocken
der himmel ist makellos
und die natur ist ins hochzeitskleid gehüllt.

ich freue mich nicht.