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13.11.07

tourist guytourist guy

In Cordoba I've been asked two times for directions by apparantly spanish tourists, and I've been overlooked by some horse ranch workers when I went somewhere I wasn't supposed. Therefore I suppose I didn't really look like a tourist to them, and it made me wondering why usually tourists are so easy to recognise.

On the one hand, it might just be funny to pass as a local, on the other hand it might have some very practical impact as you will be less targeted by pickpocketers or scum of any kind.

So here's my advice in order to not look like a tourist:

  1. Don't wear a backpack - all hitchhiking tourists are wearing backpacks.
  2. Don't carry your camera visible for everybody.
  3. Wear clothing according to the local custom - even if you think the weather is fine, don't put on shorts and t-shirt when locals are wearing wollen pullovers.
  4. A cheap looking plastic bag seems to be quite a good camouflage in any situation.

9.11.07

Rabos del ToroRabos del Toro

In Barcelona merkt man nicht viel vom spanischen Nationalstolz, an allen wichtigen Orten wird man auch auf Englisch bedient und beraten. Aber in Cordoba wird es mir schmerzlich bewusst: ein Spanier spricht ausschliesslich Spanisch, und er ist stolz darauf. Keine Anzeichen von Verständnis oder Mitgefühl: wer kein Spanisch spricht, bekommt die kalte Schulter gezeigt.

Am meisten überrascht hat mich das bei den Angestellten am Bahnhof. Kein Wort Englisch, Französisch oder Italienisch. Aber auch fast überall in den Restaurants (auch in den Gehobeneren) sind nicht einmal Grundkenntnisse vorhanden. Die Frage, ob eine gewisse Speise cold or hot ist, wird mit einem Schulterzucken quittiert, gefolgt von einer für mich leider unverständlichen spanischen Erklärung. So kann es durchaus vorkommen, dass man sich mit Rabos de Toro auf dem Teller wiederfindet, ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein, dass es Stierenschwanz heisst. Welcher eigentlich recht fein ist, obwohl für meinen Geschmack etwas viel Fett dran war.

Als löbliche Ausnahme muss ich das Hotelpersonal erwähnen, welches mich sowohl in Englisch als auch Französisch beraten hat.

In Barcelona habe ich ein Bett im Nachtzug nach Malaga reserviert, Abfahrt 05nov07 Barn.Sants 21.30. Bis dahin noch ein bisschen gemütlich hängen, bloggen, im Internet surfen, Znacht essen, Bierchen trinken.

Metrostation Sant Antoni

Wenn sich die Bedienung nicht soviel Zeit gelassen hätte...
Wenn ich zu der anderen Metrostation gelaufen wäre...
Wenn ich die andere Metro genommen hätte...

Ich kann so viele "wenn" suchen wie ich will, ich habe den Zug trotzdem verpasst. Um lächerliche vier Minuten. Und ich habe gelernt, dass selbst in Spanien Zeit Geld ist, denn eine neue Reservation (diesmal nach Cordoba, der fährt erst um 22.30) kostet wieder 30€.

PS: Hallo Sensler, ihr seid nicht allein! Auch die Spanier haben eine komische Aussprache für "Sankt Anton". Nur mit dem Unterschied, dass die Spanier es wirklich auch so schreiben, wie sie es sagen...

5.11.07

La rambla del Mar

Es ist wie eine Plage: man trifft hier in Barcelona Australier auf Schritt und Tritt.

Die Vorhut war schon im Zug. Mein Sitznachbar, Julian, mit dem ich erst nach der Ankunft ins Gespräch gekommen bin, ist Australier, aus Melbourne, momentan auf einer Art Weltreise begonnen in Asien, jetzt quer durch Europa, und später dann noch ein Abstecher in die USA.

Hafen nach Sonnenuntergang

Ich habe mit ihm zusammen dann das Hostel gesucht und die Stadt ein bisschen erkundet. Er fühlte sich aber nicht allzu gut, und so bin Abends allein weggezogen.

Nach einer kurzen Erkundungstour durch den Hafen bei Dämmerung (superromantisch *schmelz*) habe ich ein Flyer eines "Bar Crawl" in die Finger gedrückt bekommen, 4 Bars, 4 free Drinks, 15 €. Eine gute Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen - neue Australier wie es sich später herausstellte...

Fussgängerzone um 20:40

Erst mal habe ich 3 australische Boys getroffen. Dann 2 australische Girls. Dann 2 weitere Australier. Ich hätte es nie geglaubt, aber ich war hocherfreut, als ich auf 2 Amerikanerinnen stiess! Wenn sie nicht so ein übles Englisch hätten, dann wäre es alles nur halb so wild... Die Neuseeländerin gehörte auch schon zu den Exoten auf der Tour!

3.11.07

Fribourg ab: 21h45.
Ich bin stolz, dass ich 4 Minuten zu früh auf dem Perron ankomme. Die erste Schaffnerin begrüsst mich auf Französisch und weist mich an ihren Kollegen weiter. Dieser nimmt mir mein Billet und meine ID ab mit einer kurzen Erklärung auf Spanisch, dass ich sie später wiederbekommen würde. Oder so ähnlich. Englisch (von Französich ganz zu schweigen) scheint hier ein Luxus zu sein, auf den ich verzichten muss.

Ein lauwarmes Speisewagenessen mit einer Kinderportion Pasta und einer halben Flasche Wein für satte € 22.85 später bin ich froh, ein schweizerdeutsch sprechendes Paar zu entdecken. Ist echt eine Rarität, obwohl wir noch nicht mal den Bahnhof Genf verlassen haben.

Ich fahre Renault, wenn ich selbst am Steuer sitze, Clio genauer gesagt.
Aber um auch länger als 30 Min dauernde Fahrten zu überleben, habe ich die französischen Badewannen gegen Corolla-Sitze ausgetauscht: viiiiiiel besser! Warum dieser Exkurs? Weil es etwas gibt, das sogar die französischen Autosessel wie Ergonomiestudien aussehen lässt: spanische Nachtzugliegewagensitze! Zum Glück kann ich in jeder Lebenslage schlafen. Ich hoffe nur, ich schnarche nicht, sonst werden mich meine Mitreisenden gelyncht haben, bevor ich noch spanischen Boden betreten habe...

Ich bin ja gespannt, wie das so weitergeht. More to come, stay tuned!

(Kleine Randbemerkung für alle, die es noch nicht wissen: Ich habe mir ein Interrail-Ticket gekauft, und werde jetzt damit für die nächste Tage durch Spanien tingeln. Ganz allein, und ohne genaues Ziel. Mal schauen, wie sich das anfühlt.)

Check my flickr stream for pix.

19.09.07

helvetica movie still

My film recommandation for today: Helvetica

helvetica movie still

Yes, it's a font. But it's also a film. A film I definitely gotta watch. About a font which has formed the world as we know it today ;)

helvetica movie still

20.06.07

katja mit blütenblättern

In der Galerie finden sich ein paar Fotos von meinem Abstecher in die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Berlin ist geil, die Ossis rocken, und der Darß ist ein wunderschöner Flecken Erde!

Minikommentar zu den Fotos:

  • Sechs(!)spuriger Kreisel um die Siegessäule img05
  • Kräneballett in Berlin img13
  • Die Schweizer Botschaft (man erinnert sich an Borer-Fielding) img16
  • Perfekter Sonnenuntergang auf dem Darß img21
  • Gianna Nanini in Potsdam am rocken img25
  • Wunderkind img23 Wolfgang "Wolle" Joop's Villa img24, nachdem wir ihn (relativ breit, oder war das nur mein Eindruck?) am Heiligensee begegnet haben. (Ok, klingt sehr abenteuerlich, war aber echt so!)

Was haben wir draus gelernt?

a) Ivana is always right: (...) photo without a crane in it is impossible.

b) Zizine, j'ai une adresse pour toi: Katja va probablement déménager de Potsdam à Berlin, alors fait-moi signe s'il te faut ses coordonnées!

c) Wenn du eine Chance hast, Berlin zu besuchen, ergreife sie! Die Architektur, die Menschen, die Geschichte...

25.05.07

damian carrying a towel

Don't forget: Today is Towel Day

"Carry your towel with you throughout the day to show your participation and mourning."

If you don't know what to do, just do the same as I did last year!

Nachtrag: Offensichtlich ist auch auf Deutsch der Begriff "Tag des Handtuchs" im Umlauf - nur um IT&W zu zeigen, dass sie nicht die Einzigen sind, die den Tag des Handtuchs im deutschsprachigen Raum begehen!

15.05.07

German Flag

Vorurteile, und ihre Bestätigung durch praktische Beispiele:

  • Deutsche sind arbeitssam. Fleißig wie sie sind, macht es ihnen nichts aus, die Küche mitzunehmen, wenn sie umziehen. Dem ganze Zügelstress noch ein Tüpfelchen aufsetzen: Wenn man den Tag lang Kisten & Kartons geschleppt hat, müde, abgekämpft und hungrig, dann kann man sich noch nicht mal etwas kochen oder ein Bier aus dem Kühlschrank holen, weil da die Küche noch nicht aufgebaut ist! Das gleiche gilt selbstverständlich auch für die Waschküche...

  • Deutsche sind zuverläßig. Denn wenn sie es nicht sind, folgt die Strafe auf den Fuß. Man muss nur unachtsam eine Schritt vor die Haustüre gehen, und schon ist es passiert - die Türe ist hinter einem ins Schloß gefallen. In der Schweiz: kein Problem, wieso auch? In Deutschland: wo ist die Türklinke hin? Wie, es gibt außen gar keine? Nur ein Schlüßelloch und ein Türknauf?! Also wenn man den Schlüßel mal vergessen sollte, so wird man schnell durch Umtriebe und vielleicht sogar Kosten bestraft. So lernt der Deutsche von klein auf Zuverläßigkeit.

12.05.07

German Flag

Unvollständiges Fazit über den subjektiven Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland.

  • Mir fehlt das französische - aber das gibts auch nicht überall in der Schweiz.
  • Die Öffnungszeiten der Supermärkte sind superkomfortabel: Mo-Sa bis 20:00, der Rewe sogar immer bis 22:00. Andererseits, mit Frischwaren, vorallem Fleisch, Fisch, Käse und so ist man in der Schweiz verwöhnt.
    Rewe Logo
  • Essen darf in Deutschland nichts kosten, dafür gibt man kein Geld aus. Für mich ist gutes Essen Lebensqualität, und das lasse ich mir auch was kosten.
  • Manchmal ist eine Handy-Nummer (Natel, für alle Schweizer) eine Einladung für eine (oder auch mehrere) Nächte. Und entsprechend ist es unmoralisch, ein Mädel danach zu fragen. Aber nicht immer. Und ich hab noch nicht rausgefunden, wann dem ist.

Und jetzt muss ich weg. To be continued...

4.04.07

icelandic schnapps bottle

With this post I send my compliments to my friend Ivana who is still enjoying her exchange year in the land of fire and ice.

"Original Icelandic schnapps from Egill Skallagrimsson", served by Caro's flat mate who visited Iceland for business. No, I'm not a bit jealous... The schnapps is not that fanastic, smells similar to Aquavit from Sweden, probably it's because of the caraway (Kümmel) and fennel (Fenchel). But the land is sure worth a visit - as soon as I got some spare money I'm gonna take some vacations and visit a few exotic destinations!

24.11.06

McDonalds schmeckt auch in Deutschland so wie überall. Aber zum ersten mal gesehen habe ich kleine Geschäftsstellen, ohne Sitzplätze, eine Art Mini-Shops mit nur einer bestimmten Auswahl an Produkten. Dafür gibt es Apfelschorle als Getränk (Apfelsaft mit Sprudel), und alle Getränke im Self-Service. Wenn du nur ein 3dl Becher hast, kein Problem: einfach nochmals nachfüllen. Und die Getränke-Spender sind mit einem cleveren Mechanismus versehen: sie füllen schnell wechselnd eine Art Konzentrat und Mineralwasser ein. Das hat den Vorteil, dass sie weniger verschiedene Flüssigkeiten durch die Welt fahren müssen sondern vor allem viel Mineralwasser ankarren.

Aber wie um alles in der Welt kann man Big Mäc mit Umlaut schreiben!? Wundert mich bloss noch, dass man kein Apfelsinensaft* und Kringel mit Wonnekleister* bekommen kann!

*Diese Ausdrücke sind im Zuge der sprachlichen Säuberung im Deutschen Reich eingeführt worden. Apfelsine=Orange, Kringel=Donut, Wonnekleister=Schokolade; siehe auch folgende Liste arisch sauberer Ausdrücke.

6.11.06

Mein erstes Essen in meinem zukünftigen temporären Heimatstaat:


Teller: quadratisch, praktisch, deutsch.
Fleisch: nordisch gut.
Status: halb abgegrast.

Rentierfilet ist geschmacklich speziell. Ich wage zu behaupten, dass es nicht jedermanns Sache ist. Es ist dunkler als Rind, also mehr Blut. Fleisch mit mehr Blut bringe ich persönlich schnell in die Nähe von Innereien - wenn dir vor Blutwurst, Niere und Kutteln graut, dann würde ich auch mit Ren vorsichtig sein. Natürlich ist es nicht so intensiv, aber die Richtung ist dieselbe.

Von der Konsistenz ist es wirklich butterzart. Es sei denn, es ist durchwachsen in einer Ecke, dann ist Schuhleder noch kein würdiger Vergleich. Aber interessanterweise ist es spielend einfach, die zähen Teile abzutrennen, und dem angrenzende Fleisch merkt man gar nichts an.

31.03.06

Arabe Deutsch Français
Hummus Zerstossene Kichererbsen mit Sesamöl Poids chiches cassés au l'huile de sésame
Moutabal Gegrillte und pürierte Auberginen Aubergines grillés et purées
Taboulé Petersiliensalat
Salade au pérsil
Fattoush Salat (Lattich, Tomaten, Zwiebeln, geröstetes libanesisches Fladenbrot) Salade (laitue, tomates, ognions, pain libanes rôti)
Labné Entwässerter Joghurt Yaourt déhydraté
Zaitun Oliven Olives
Sahtar Spezielle Gewürzmischung mit Sesam Mélange d'épices et sésam
Haléoué Süsse Spezialität aus Sesamöl und Zucker
Spécialité douce à la base de l'huile de sésame et sucre
Marhaba Guten Tag (offizieller Libanesischer Dialekt) Bonjour (dialecte libanes officiel)
Kefik / Kefak Wie gehts Ça va?
Kesik / Kesak Zum Wohl (die Dame / der Herr) Santé (la dame / le messieur)
Kascun Zum Wohl (alle zusammen) Santé (à tous)
Sahten Guten Appetit Bonne Appétit
Saha Die Gesundheit la Santé
ala albak gleichfalls pareillement
Haram! (Du) Armer! Le pauvre (toi)!
Mabrouk Gratuliere Félicitations
Ashta! (Erste) Sahne! Crème (de la crème)!
Habibi Schatz Chérie
Elbe Mein Leben Ma vie
Hayété Mein Herz Mon coeur
Nachtrag: fast hätte ich das schönste vergessen - die Kosenamen!